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Neue Regelung zum Unterhalt

15.08.2011 08:00 von Kanzlei Klatt

Die Unterhaltrechtsreform zum 01.01.2008

1. Eigenverantwortung des Ehegatten im Familienrecht
Das Gesetz verlangt nunmehr, dass nach einer Scheidung grundsätzlich jeder Ehegatte allein für sich selbst zu sorgen hat. Zwar war dieser so genannte "Grundsatz der Eigenverantwortung" schon im "alten" Recht verankert, er ist nun jedoch erheblich gestärkt worden.

Gleichzeitig wurde der Grundsatz der "nachehelichen Solidarität" eingeschränkt. Insbesondere können jetzt nacheheliche Unterhaltsansprüche einfacher befristet und beschränkt werden - je nachdem, welche "ehebedingten Nachteile" der Berechtigte durch die Ehe erlitten hat.

2. Stärkung des Kindesunterhalts im Familienrecht
Die Rangfolge der Unterhaltsberechtigten ist zugunsten der Kinder verändert worden. Minderjährige Kinder und diesen gleichgestellte Kinder bis zum 21. Lebensjahr stehen nunmehr allein im 1. Unterhaltsrang und haben deshalb grundsätzlich Vorrang vor allen anderen Unterhaltsberechtigten. Erst wenn ihr Unterhalt vollständig gezahlt werden kann, haben andere Berechtigte einen Anspruch auf Unterhalt (z.B. aktuelle und ehemalige Partner, kinderlose Berechtigte)
usw.

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